Was ist Bushcraft – Der Anfänger Guide

Was ist Bushcraft?

Woher stammt Bushcraft?

In der heutigen Zeit ist Bushcraft hauptsächlich ein Hobby geworden. Wie in jedem Hobby, sind Wissen und Übung essenziell. Im Gegenzug für deine Mühen erhältst du jedoch die ultimative Auszeit vom Alltag in der Zivilisation. Nichts ist erholsamer und erdender, wie eine lange Bushcraft Tour im Wald. Man findet zurück zur Natur, beginnt die Welt besser zu verstehen und mehr zu schätzen.

Ursprünglich kommt Bushcraft aus dem Australischen Outback. In dieser lebensfeindlichen Umgebung mussten Siedler in der Pionierzeit im 18. Jahrhundert einen Weg finden, um zu überleben. Aus der Not entstanden verschiedene Techniken zur Nahrungsgewinnung, Werkzeugherstellung und zum Unterschlupfbau.

Was bedeutet Bushcraft?

Bushcrafting bezeichnet die Beschäftigung mit und vor allem die Erprobung, Optimierung und Nutzung von allen Fertigkeiten, Techniken und handwerklichen Tätigkeiten, die für das Überleben oder einen längeren Aufenthalt in der Natur nützlich sein können.

Wikipedia

Bushcraft ist ein Begriff, der mittlerweile sehr weit auslegbar ist. Manche verstehen darunter eine Wochenendtour im Wald mit einem Rucksack voll Ausrüstung. Andere wiederum ziehen, nur mit einem Messer bewaffnet, los und stellen sich ihre Ausrüstung und ihren Schlafplatz selbst her. Zu welchem dieser Gruppen du gehörst, zeigt sich auf den ersten Touren.

Meiner Meinung nach kommt es jedoch nicht darauf an, wie viel Ausrüstung man mit hat, sondern wie viel man damit anzufangen weiß. Sei also nicht zu streng mit dir selbst. Probiere Sachen und Techniken aus, mache Fehler und lerne dann daraus. Kein guter Bushcrafter hat ein paar Bücher gelesen und war danach ein Profi.

Die wichtigsten Skills

  • Bauen von Unterschlüpfen
  • Gewinnung von Wasser
  • Finden von Nahrung
  • Feuer machen ohne Feuerzeug
  • Herstellen von einfachen Werkzeugen
  • Orientierung in der Natur
  • Knotenkunde
  • Erste Hilfe in der Natur

Was ist der Unterschied zwischen Bushcraft und Survival?

Fast gleich und doch so verschieden. Oft werden diese Begriffe als Synonym verwendet, doch sie sind in Wahrheit zwei unterschiedliche Dinge. Kurz gesagt liegt der Unterschied in folgenden Dingen:

Beim Bushcraft geht es darum, mit möglichst wenigen Hilfsmitteln in der Natur zu LEBEN, sozusagen in der Natur zu „wohnen“ und sich alles Nötige selbst herzustellen. Beim Survival geht es darum eine bestimmte Zeit in der Natur zu ÜBERLEBEN, meist nach Unfällen oder nachdem man sich verirrt hat.

Survival ist oft nur eine Vorbereitung und gegen die Natur zu „gewinnen“. Wir Bushcrafter jedoch sind gerne in der Natur. Wir kämpfen auch nicht gegen die sie an, sondern arbeiten mit ihr, um uns ein angenehmes Leben in der Wildnis zu ermöglichen.

Der Bushcraft Lifestyle

Bushcraft ist für viele Menschen schon längst mehr als ein Hobby geworden. Die Art wie man nach einiger Zeit die Natur wahrnimmt und sich persönlich verändert ist erstaunlich. Die Sinne werden schärfer und man achtet auf Dinge, die man früher vermutlich übersehen hätte. Man wird ruhiger, auch im alltäglichen Leben.

Zwei Spuren im Schnee sind plötzlich nicht mehr nur zwei Spuren. Es ist ein Kampf eines Fuchses mit einem Schneehuhn. Man erkennt nicht nur die Spur selbst, sondern lernt zu deuten, was passiert ist.

Man lernt, aufmerksam durch die Welt zu gehen und Dinge zu sehen, welche man früher nicht beachtet hätte. In einem Ast sieht man plötzlich mehr, etwa das perfekte Rohmaterial für einen Speer, Unterschlupf, Topfhalter oder Ähnliches. Die größte Herausforderung ist, die Schnelligkeit des Alltags am Waldrand abzulegen und die Sinne wieder einzuschalten. Der Lärm hat uns taub werden lassen für die meist leisen Geräusche der Natur.

Leg am besten deine Uhr ab und steck sie in eine Tasche. Die einzige Uhr, die du im Wald brauchst, ist die Sonne. Hier kommt es nicht darauf an, wo du zu welcher Uhrzeit bist, sondern nur darauf wirklich anwesend zu sein.

Farn im Wald

Was braucht man zum Bushcraften? – Die Bushcraft Essentials

Das Messer – dein bester Freund!

Gleich am Anfang eine Warnung: Messer kaufen kann zur Sucht werden. Bei mir Zuhause liegen genügend Messer für jeden Einsatzzweck in allen möglichen Laden herum, ich spreche also aus Erfahrung ^^. Du kannst diesen Teufelskreis jedoch gleich zu Beginn verhindern und dir von Anfang an ein gutes Messer kaufen. Es ist nicht nur angenehmer, damit zu arbeiten, sondern auch sicherer. Umso schärfer ein Messer ist, umso sicherer ist es. Ich weiß, das hört sich jetzt dämlich an, ist aber wirklich so!

Das Messer nimmt beim Thema Bushcraft und Survival eine ganz besondere Rolle ein. Es ist nicht nur ein Messer, es ist dein Hilfsmittel, um andere Werkzeuge herzustellen. Ob Holz spalten, Unterschlupf bauen oder das Schnitzen von Werkzeug.

Dieses Thema ist sehr komplex. Deshalb habe ich es in einem eigenen Artikel behandelt: „Die 5 besten Bushcraft Messer.“

Tipp zum Messerkauf:

Ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Messers sind die persönlichen Vorlieben. Werde ich das Messer hauptsächlich zur Holzgewinnung verwenden? Dann ist ein dicke und lange Klinge hilfreich. Nütze ich es auch zum Schnitzen, werde ich eine kürzere, dünnere Klinge wählen. Bushcraft Messer sind ein wenig wie die Zauberstäbe bei Harry Potter – nicht du wählst es, es wählt dich! …oder so ähnlich 😉

Survival Messer beim Battoning

Zunder – Was taugt am besten als Zunder?

Zunderschwamm

Der Name dieses Pilzes kommt nicht von irgendwo. Der Zunderschwamm eignet sich perfekt als Zunder und um Funken einzufangen und zu vergrößern. Man findet ihn meist an toten Ästen von Birken und auch anderen Bäumen. Die Suche danach kann man hervorragend mit einem Spaziergang im Wald verbinden. Häng dir eine Tasche oder einen Rucksack um, und ziehe los auf Zunderschwamm-Jagd! (Hier habe ich einen Ratgeber für Bushcraft Taschen und Rucksäcke verlinkt)

Wie verwendet man Zunderschwamm?

Zuallererst halbierst du den Schwamm. Dann schneidest du eine dünne Scheibe von der Mittelschicht ab und entfernst die Poren- und Randschicht. Das übrig gebliebene Hutfleisch wird dann vorsichtig in alle Richtungen auseinandergezogen, bis du eine dünne Scheibe in den Händen hältst. Fertig ist dein Zunder! Hier findest du eine genauere Beschreibung mit Bildern.

Trockene Gräser

Trockene Gräser sind eine beliebte Art des Zunders. Als Faustregel gilt, umso feiner, umso besser. Wichtig ist dabei nur, dass sie staubtrocken sein müssen. Am besten prüfst du das, indem du sie dir an die Wangen hältst. Spürst du Feuchte, ist es am besten, du steckst sie in eine deiner Taschen. Dort trockenen die Gräser mit deiner Körperwärme ganz von selbst.

Wie verwendet man trockene Gräser?

Hast du ein Nest aus trockenen Gräsern gefunden, zupfst du mit deinen Fingern die Fasern vorsichtig auseinander. Versuche, einen kleinen Teller aus Zunder zu bilden. Je nachdem, mit welcher Methode du Feuer machst, kann dieses Nest dann deinen Funken auffangen.

Durch leichtes Pusten oder Fächern kannst du die Glut schließlich entfachen.

Verkohlte Baumwolle

Verkohlte Baumwolle ist der am einfachsten zu entfachende Zunder. Im Mittelalter war er die Standardmethode, um ein Feuer zu machen. Selbst die kleinsten Funken eines Feuersteins fängt er verlässlich auf. Herstellen kannst du ihn ganz einfach selbst:

Wie macht man verkohlte Baumwolle?
  1. Zerteile ein altes Kleidungsstück in kleine Teile (ca. 7×5 cm).
  2. Schneide eine Konservendose in der Mitte durch, sodass du zwei gleich große Teile erhältst.
  3. Lege die Baumwollfetzen in die eine Hälfte und setzte die zweite Hälfte darauf, sodass du einen geschlossenen Behälter bildest.
  4. Nun machst du mit deinem Messer oder einem anderen scharfen Gegenstand ein kleines Loch in die Oberseite der Dose.
  5. Lege die Dose jetzt in ein Feuer. Sobald kein Rauch mehr aus der Dose kommt, ist deine verkohlte Baumwolle fertig!
  6. Lagere den Zunder am besten in einer dichten Metalldose, da er sehr zerbrechlich ist.

Rohrkolben

Auch Rohrkolben eignen sich gut zum Feuer machen. Man findet sie in feuchten Gebieten mit viel Staunässe, vorrangig in Sümpfen oder an Seeufern. Achtung: Manche Arten stehen unter Naturschutz! Unbehandelt sind sie jedoch nicht der beste Zunder, weshalb ich von der Verwendung abrate. Solltest du dich jedoch dafür interessieren, kannst du dich hier gerne weiter darüber informieren.

Flugsamen aller Art

Flugsamen von Disteln und Löwenzahn sind leicht entflammbar und weitverbreitet. Im Vergleich zu verkohlter Baumwolle oder anderen selbst gemachtem Zunder sind sie jedoch nicht perfekt. Es kann schon schwer sein, damit einen Funken einzufangen und zum Brennen zu bringen. Abhängig ist das auch von der Feuchte. Auch hier heißt es: Selbst probieren und daraus lernen.

Tipp zum Zunder finden:

Wenn ich Zunder suche, stecke ich mir meist ein paar Ziplock-Beutel in die Tasche und mache eine Wanderung im Wald. Dort achte ich bewusst auf Birken, da du von ihnen nicht nur brennbare Birkenrinde als Zunder ernten kannst, sondern auch den begehrten Zunderschwamm auf ihnen findest. Das Zunder sammeln ist auch eine gute Übung, um die eigene Naturwahrnehmung zu schulen! Übrigens ist Bushcraft keine strenge Wissenschaft, probiere gerne selbst verschiedenste Pflanzen als Zunder aus und lerne aus deinen Fehlern oder Erfolgen!

Bushcraft - Was ist das?
Es geht doch nichts über ein schönes Lagerfeuer!

Anzündhilfen zum Feuer machen, wenn der Funken gefallen ist

Birkenrinde

Die in der Birkenrinde enthaltenen ätherischen Öle sind der ultimative Brandbeschleuniger. Einmal Feuer gefangen, brennen sie sogar im feuchten Zustand. Sammle am besten nur die ganz feinen Rindenstücke, die sich schon fast von selbst lösen. Reiße niemals die dicken Rindenstücke vom Baum. Erstens schadest du der Birke damit, zweitens fangen sie bei Weitem nicht so schnell Feuer.

Kienspan

Kienspan ist ein von Harz getränktes Holz, welches am häufigsten in abgebrochenen Ästen oder in den Wurzeln einer Kiefer entsteht. Oft findet man ihn in alten Ästen am Waldboden, da Kienspan durch das enthaltene Harz nur sehr langsam verrottet. Die Farbe von Kienspan ist meist dunkler als das gewöhnliches Holz. Sehr hochwertiger Kienspan ist sogar geringfügig lichtdurchlässig.

Alternativ kannst du ihn auch ganz einfach hier kaufen.*

Featherstick

Feathersticks sind kleine, mit einem Messer bearbeitete Hölzer. Für die Herstellung sucht man sich zunächst einen trockenen, ca. 20 cm langen, 2-3 cm dicken Stock. Mit einem Messer schält man nun kleine Späne von dem Stock, jedoch nur so weit, dass sie sich nicht komplett davon lösen. Das wiederholt man rundherum, bis der Stock aussieht wie eine Feder. Fertig ist der Federstock oder auch Featherstick.

Die Holzspäne des Feathersticks fangen schnell Feuer und eignen sich ausgezeichnet als natürliche Brandbeschleuniger. Wenn man auf einer längeren Bushcraft Tour ist und alle wichtigen Arbeiten erledigt hat, kann es ein guter Zeitvertreib sein, einige Feathersticks für den Rucksack auf Vorrat zu schnitzen. So können sie noch weiter trocknen bis zu ihrem Einsatz.

Der Topf – Schwer zu bauen…

Diese Kriterien sollte ein guter Topf aufweisen:

  • ca. 15 – 30 cm im Durchmesser
  • Am besten höher als breit
  • Ein Henkel, um ihn über eine Feuerstelle hängen zu können
  • Ein passender Deckel ist von Vorteil
  • Vorzugsweise kein Aluminium, da es schnell schmilzt

Meine Topf-Empfehlung!*

Eine Bushcraft Feuerstelle mit Grillrost

Die Feuerstelle – Selbst gebaut oder gekauft?

Deine Feuerstelle kannst du entweder selbst errichten oder einen Hobokocher* verwenden. Die Vorteile eines Hobokochers sind, dass er mit relativ wenig Feuerholz schnell eine schöne Glut erzeugt. Obendrauf ist er auch noch sicherer, da die Flamme kleiner bleibt.

Tipps für eine gute Feuerstelle:

Willst du selbst eine Feuerstelle machen, gibt es einige Dinge zu beachten.

  • Grenze die Feuerstelle mit großen Steinen ein
  • Achte auf hängende Äste in der Nähe, welche Feuer fangen könnten
  • Entferne alle brennbaren Materialien in der direkten Umgebung
  • Lasse das Feuer nie unbeaufsichtigt
  • Lösche das Feuer sorgfältig mit Erde oder Wasser bevor du weiterziehst und markiere es mit einem X aus zwei Ästen
  • Verzichte bei großer Trockenheit generell auf ein Feuer oder verwende einen Hobokocher
  • Mach nur Feuer, wenn du eine Erlaubnis dafür hast (oder du riskierst eine Strafe)

Welche Kleidung für Bushcraft?

Natürlich braucht man keine spezielle Kleidung. Ich würde dir jedoch empfehlen entweder eine strapazierfähige Bushcraft Hose zu tragen oder einfach eine alte Jeans. Dadurch machst du dir weniger Sorgen, deine Kleidung zu ruinieren.

Außerdem kann ich dir empfehlen, ein Paar Bushcraft Handschuhe bei dir zu tragen. Am Anfang ersparen sie dir viele Blasen!

Hier meine Empfehlung!*

Bushcraft Tasche

Eine weite Tasche aus Leinen oder einem anderen widerstandsfähigen Stoff ist ebenfalls von Vorteil. So kannst du die gesammelten Materialien einfach lagern und hast sie griffbereit, wenn du sie brauchst. Du kannst für längere Touren auch einen Rucksack verwenden. Hier habe ich einen Ratgeber zum Thema Bushcraft Rucksäcke und Taschen für dich. Er wird dir bei deiner Entscheidung helfen.

Meine Empfehlung für eine praktische Tasche*

Tasche oder Rucksack für Bushcraft?

Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen eines Rucksacks wie das größere Volumen und die komfortableren Tragemöglichkeiten, haben auch Taschen einige Vorteile beim Bushcraft. So ist es etwa einfacher, gesammelten Zunder oder Pflanzen während des Gehens darin zu verstauen.

Bushcraft Rucksack

Vorteile Rucksack

  • Mehr Platz
  • Besserer Tragekomfort
  • Mehr Ordnung durch Taschen
  • Erweiterung durch Riemen oder Molle möglich
Leinen Bushcraft Tasche

Vorteile Tasche

  • Schneller Zugriff auf Ausrüstung
  • Alles in einem Fach beisammen
  • Verstauen von Zunder, ohne Tasche abnehmen zu müssen

Wissen – Der wichtigste Teil der Ausrüstung!

Das beste Bushcraft Werkzeug und Messer ist nutzlos ohne das Wissen sie einzusetzen. Deshalb ist es wichtig, sich im Internet und mit Büchern zu informieren und die Techniken im Anschluss zu üben. Hier sind einige Buchtipps zu dem Thema:

Buchtipps zum Thema Bushcraft:

Der beste Ort um ein Bushcraft Buch zu lesen, ist es mit nach draußen zu nehmen und die gelernten Techniken direkt zu probieren. Ich merke mir die Techniken so am schnellsten. Davon abgesehen braucht man für manche Dinge etwas handwerkliches Geschick, und das will gelernt sein!

Eine Feldflasche aus Stahl mit Outdoor Ausrüstung

Bushcraft – Die Gesetzeslage

Zuallererst möchte ich sagen, dass ich kein Jurist bin. Alle Informationen auf meiner Website habe ich durch eigene Erfahrung oder Recherche im Internet herausgefunden. Die Gesetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind (auch beim Thema Bushcraft) oft kompliziert und bieten einen großen Interpretationsspielraum. Die oft angesprochenen „Grauzonen“ werden von verschiedenen Personen immer auch unterschiedlich ausgelegt. Deshalb alles ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit! 😉

Ist Bushcraft in Deutschland erlaubt?

Die Frage, was erlaubt ist und was nicht, hängt stark davon ab, wo du Bushcraft betreibst. Ich selbst lebe in Österreich, in diesem Artikel beziehe ich mich aber auch auf das deutsche Gesetz.

Befindest du dich auf einem privaten Gelände, sind die meisten Dinge erlaubt. Leider sind die wenigsten Menschen Waldbesitzer, weswegen mein Artikel davon ausgeht, dass du in einem fremden Wald Bushcraft betreibst. Hier tritt schnell Ernüchterung ein, wenn man die Gesetzestexte liest.

Feuer machen, Lager bauen, Übernachtungen und jagen. Was ist nun erlaubt und was verboten?

Feuer: Das deutsche Gesetz sagt, dass es überall verboten ist, ein offenes Feuer zu machen! Das gilt sogar für Hobo Kocher und Co. Ausnahmen gelten für Waldbesitzer. Wenn du mehr zu dem Thema erfahren willst, schau gerne auf der Seite Survival-Kompass vorbei. Dort findest du einen ausführlichen Artikel zu dem Thema.

Lager bauen: Lager und Behausungen sind in Deutschland grundsätzlich verboten. Selbst das Sammeln von Totholz ist verboten. Willst du dir trotzdem ein Lager bauen, bleiben dir drei Möglichkeiten:

  1. Du besitzt einen eigenen Wald.
  2. Du fragst einen Waldbesitzer um Erlaubnis.
  3. Du baust dir unerlaubt ein Lager und riskiert eine Strafe.

Jagen: Auch das Jagen und Fischen ohne Jagdschein ist strengstens verboten. Hier drohen Strafen von bis zu 5 Jahren. Außnahmen gelten natürlich für Jagd- oder Fischerschein-Besitzer. In Zentraleuropa bietet jedoch nicht nur die Tierwelt eine Nahrungsquelle, es gibt auch sehr viele essbare Pflanzen. Vor dem Sammeln würde ich dir jedoch empfehlen einen Pflanzenführer zu besorgen um Verwechslungen auszuschließen.

Wo kann man am besten Bushcraften?

Deutschland ist ein Land mit vielen Gesetzen, doch auch hier gibt es Wege deine Bushcraft Projekte vernünftig und legal umzusetzen.

Schau im Internet, ob es einen Outdoor Verein in deiner Umgebung gibt. Frag auch in einem Bushcraft Forum nach. Vereine haben oft Verträge mit Waldbesitzern, um ihr Hobby legal ausüben zu können. Sollte es keinen Verein geben, kannst du auch selbst versuchen eine Genehmigung zu bekommen.

Eine weitere Möglichkeit das Hobby ganz legal auszutesten wäre in Bushcraft Kursen.

Natürlich kannst du auch einen wenig bewirtschafteten Wald aufsuchen und das Risiko eingehen, vertrieben zu werden oder eine Strafe zu bekommen. In den meisten Fällen wirst du im schlimmsten Fall des Waldes verwiesen. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. Für Übernachtungen nutze ich oft eine Hängematte, diese befindet sich in einer gesetzlichen Grauzone (auch wenn das Schlafen darin im Wald per Gesetz ebenfalls verboten ist). Grundvoraussetzung ist bei Bushcraft generell, dass KEIN Müll hinterlassen und das Lager vor dem Verlassen wieder abgebaut wird!

Ist Bushcraft in Österreich erlaubt

Feuer: Das österreichische Gesetz sagt, dass Feuer machen ohne eine Erlaubnis des Waldbesitzers verboten ist! Das gilt auch für Hobo Kocher und Co. Ausnahmen gelten für Waldbesitzer. Hier der Link zur Gesetzeslage in Österreich.

Lager bauen: Auch in Österreich ist es verboten, ohne Erlaubnis ein Lager im Wald zu errichten. Einziger Unterschied zu Deutschland ist, dass es in Österreich erlaubt ist abgefallenen Äste vom Waldboden zu nehmen. Willst du dir ein Lager bauen, bleiben dir also auch hier diese drei Möglichkeiten:

  1. Du besitzt einen eigenen Wald.
  2. Du fragst einen Waldbesitzer um Erlaubnis.
  3. Du baust dir unerlaubt ein Lager und riskiert die Strafe.

Jagen: Das Jagen und Fischen ohne Jagdschein ist strengstens verboten.

Ist Bushcraft in der Schweiz erlaubt?

Auch in der Schweiz gelten annähernd dieselben Regeln wie in Deutschland und Österreich. Doch wie in Österreich gibt es auch hier Grauzonen zum Übernachten im Freien (zum Beispiel über der Baumzone oder in der Hängematte). Genaueres erfährst du auf der Seite Oase-Survival.ch.

Kann mich ein Jäger des Waldes verweisen?

Solltest du gegen das Forstrecht verstoßen (Feuer oder Lager ohne Erlaubnis) können dich weisungsbefugte Personen (z.B. Förster, Jäger und Waldarbeiter) des Waldes verweisen. Versuche, keinen Streit zu beginnen. Solltest du gegen das Forstrecht verstoßen haben, sitzt du ohnehin am kürzeren Hebel.

Sei ehrlich und erkläre, was genau du hier machst und warum. Versichere deinem Gegenüber außerdem, dass du auf deine Umwelt Acht gibst und den Wald in gleichem Zustand verlässt, wie du ihn aufgefunden hast. Hast du Glück, wird dich der Jäger oder Förster tolerieren. Da wir als Bushcrafter auf unsere Umwelt achten, brauche ich an dieser Stelle nicht erwähnen, dass du diese Versprechen auch einhalten solltest 😉

Survival Training im Wald

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